Se guardi da Formia
c’è un drago che dorme
in questo mare nostro
dove tutto rallenta
dove tutto s’ addormenta.

Piangono di ferite antiche
le mura sulla rocca
custodiscono verità nascoste
sogni dimenticati
un pezzo di piombo
e uno d’argento.

E chi a 18 anni
in terra di lavoro
con le mani callose
li aveva mai lucidati
tra le corde di canapa
bottoni d’argento?
E un pezzo di piombo
straniero e sabaudo
te ne ha strappato uno dal petto
piccolo soldatino senza nome.
[...]
Der König und die Königin von Neapel in einer Abwehrbatterie am Meer von Gaeta am 22. Januar 1861

Warum dieser Name?

Die Festung von Gaeta galt als unverletzbar. Damals wie auch noch heute erstrecken sich die alten und massiven Mauern, die eine voller stacheliger Zwergpalmen und Kaktusfeigen, die anderen bestückt mit Kanonen, nach oben auf der sich aus dem Meer erhebenden steilen Felswand. Wie ein verletztes, tollwütiges, in die Enge getriebenes Tier, wurde sie auf dem Vorgebirge einer engen Halbinsel in Sicherheit erbaut und ängstigte über Jahrhunderte eventuelle Angreifer vor einer Attacke. Enorme Mauern, die die Stadt umgaben vervollständigten das Bild; diese wurden in der Nachkriegszeit niedergerissen.
Aus diesem Grund schrieb 1861 Pietro Quandel, Major der Artillerie und direkter Protagonist der Bourbonen über den letzten Angriff der Truppen des piemontesischen Generals Enrico Cialdini (der später zum Herzog von Gaeta ernannt wurde) und der den Anfang zur Einheit Italiens setzte: „Gaeta wurde nicht erobert, sondern hat sich aus politischen Überlegungen ergeben, deren einziger und alleiniger Richter seine Majestät König Francesco II war.

Tatsächlich ergab es keinen Sinn, die nutzlose Verteidigung zu verlängern, nachdem nunmehr das sich vom Rest der Welt überlassene Königreich beider Sizilien de facto schon gefallen war.
Die wahre Geschichte, nicht die in den Schulen gelehrte, besagt genau das die bourbonische Armee, stark aber unter schlechter Führung, nicht dem Ansturm einer Handvoll Männer Garibaldis erlag, sondern vielmehr durch die Schlauheit Cavours der den Weg einer Eroberung sowohl auf internationaler Ebene, als auch innerhalb der bourbonischen Armee zu ebnen verstand. Der bourbonische König Francesco II. wusste nicht, wie er sein Königsreich gegen dieses skrupellose Talent verteidigen sollte.

Die Grausamkeit der piemontesischen Unterdrückung, die wahrhafte Massaker in Süditalien anrichtete und die geschickte Propaganda untermauerten das darauf folgende Bild des neuen Italien, mit seinen neuen Helden und Herrschern, dem Königshaus der Savoia.
Der Silberne Knopf zierte die bourbonische Uniform. Durch ihn möchte ich aber auch auf etwas kleines, wertvolles wie Gaeta hinweisen, das wie viele kleine italienische Orte Perlen der Kunst und der Geschichte birgt, umrahmt von den immer wertvolleren, wie auch bedrohten natürlichen Schönheiten.
Der Silberne Knopf ist auch der Titel eines für Gaeta geschriebenen Gedichtes (klicken Sie hier, um das gesamte Gedicht runterzuladen) und wird auch zum Namen des in Gaeta ansässigen Bed&Breakfast, ebenso klein wie auf seine Art wertvoll.

 
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